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Ausziehen: Wie will ich wohnen?

(tr) Studium, Ausbildung, Auslandsjahr, Praktikum. Es kann unendlich viele Gründe geben, die dich in die Ferne, eine neue Stadt & damit auch in ein neues Zuhause ziehen! Mit diesem neuen Schritt ergibt sich für die meisten auch eine große und gar nicht so unwichtige Frage oder eigentlich sogar gleich mehrere: Wie möchte ich gerne wohnen? Mit wem möchte ich wohnen & mit wem lieber nicht? Allein, zu zweit, zu dritt, zu viert, …? Wie viel Geld muss ich einplanen und wie viel Geld kann/ will ich ausgeben? Will ich es laut oder leise, und wahrscheinlich auch noch vieles mehr.

Die Entscheidungen kann einmal da manchmal ziemlich schwer fallen, denn zum einen gibt es inzwischen ziemlich viele verschiedene Wohnkonzepte und zum anderen sucht man ja ein Zuhause, in dem man sich auch wohl fühlt. Um euch diese Entscheidung ein bisschen zu erleichtern, stellen wir euch in unserer neuen Reihe verschiedene Wohnkonzepte vor.

Teil 1: WG

Los geht’s mit der klassischen WG. Im Grundsatz heißt das in der Regel erst einmal: Bad & Küche werden geteilt, jeder hat sein eigenes Zimmer. Viele WGs haben einen Putzplan, der mal besser, mal schlechter funktioniert und auch ganz unterschiedlich aussehen kann. Wie das „WG-Leben“ sich so gestaltet kann ebenfalls ziemlich unterschiedlich sein und sich auch immer wieder ändern, je nachdem wer gerade so in der WG lebt. In den meisten Fällen ist das Zusammenleben aber weit mehr als nur das Teilen von Bad und Küche. Es wird gekocht, gequatscht, gefeiert, gelacht und erfolgreich gemeinsam prokrastiniert. Der rieeesen Vorteil einer WG ist das Zusammenleben, du bist in einer neuen Stadt und noch bevor Studium, Ausbildung oder Praktikum beginnen, hast du bereits neue Leute kennengelernt, die sich dazu auch noch auskennen. Auch preislich kann die WG einen Vorteil haben, besonders in beliebten Städten, sind meistens aber auch die Mieten für ein WG-Zimmer ziemlich hoch und stehen kaum noch im Verhältnis zu einer Wohnung allein.

Bedenken sollte man auch, dass es immer auf die Leute in der WG ankommt. Jede WG ist irgendwie anders und erhält ihren Charakter vor allem durch die Menschen, die sie bewohnen. Bist du außerdem ein Typ, der gerne seine Ruhe hat, sich ungern ablenken lässt und extrem pingelig ist wenn es um Sauberkeit geht, solltest du dir vielleicht noch eine andere Möglichkeit anschauen, denn in einer WG zu wohnen heißt auch: Kompromisse schließen & Rücksicht nehmen!

Die besten Wege zur WG:

  • WG-gesucht.de
  • Facebook-Gruppen für die entsprechende Stadt
  • Über Kontakte, die du vielleicht schon in der Stadt hast
  • Ebay-Kleinanzeigen

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Teil 2: Einzelapartment oder doch lieber Pendeln?

Im ersten Teil haben wir euch bereits die WG mit ihren Vor- und Nachteilen vorgstellt, wer jetzt sagt: "Geteiltes Bad, ständig Mitbewohner um mich rum? Das ist nichts für mich!" kann sich vielleicht mit der Idee eines eigenen Apartments für sich allein gut anfreunden. Der Vorteil ist hier natürlich ganz klar, dass ihr eure Ruhe habt, wenn ihr sie braucht ( & nicht gerade einen Schlagzeug spielenden Nachbarn habt), ihr keinem Putzplan folgen müsst und so entspannt eure eigenen Standards einhalten könnt ohne Stress mit den Mitbewohnern bekommt. Bedenken solltet ihr auf jeden Fall, dass ein eigenes Apartment oder sogar eine eigene Wohnung tendenziell eher etwas teurer ist als ein WG-Zimmer, das muss aber nicht so sein! Inzwischen gibt es viele Einzimmerapartments, deren Angebot sich insbesondere an Student*innen richtet, die nicht so viel Geld haben aber auch hier solltet ihr eine Sache auf jeden Fall bedenken: Und zwar lebt ihr hier oft mit Küche (eher sogar: Küchenzeile), Bett, Schreibtisch und so weiter in einem einzigen Raum, da kann einem schon mal schnell die Decke auf den Kopf fallen. Achtet deshalb bei der Wohnungssuche also auf jeden Fall darauf, wie der Raum aufgeteilt ist, denn es kann schon viel ausmachen wenn zwischen Bett und Küche zumindest noch eine halbe Wand steht. Und wenn ihr euch für diese Variante entscheidet, schaut einfach mal im Möbelhaus eures Vertrauens vorbei, denn es gibt inzwischen echt viele coole Raumkonzepte für kleinen Raum (lohnt sich natürlich auch bei einem kleinen WG-Zimmer:-).

Wenn euch die Preise für WGs und Wohnungen in eurer Stadt jetzt doch ziemlich schockiert haben und Pendeln vielleicht doch noch eine Lösung wäre, möchten wir euch natürlich auch über dieses Konzept ein bisschen was erzählen. Wenn es ums Pendeln geht, solltet ihr Folgende Punkte auf jeden Fall mitdenken:

  • Wie ist die Verkehrsanbindung von meiner Heimat bis in die Stadt, wo ich studiere?
  • Kann ich für den Weg mein Semesterticket nutzen oder muss ich irgendwelche Extrakosten einrechnen?
  • Wann geht der letzte Zug/ Bus am Tag?
  • Falls ihr mit dem Auto fahrt: Wie ist die Parksituation? Ist die Strecke stark befahren?
  • An wie vielen Tagen in der Woche muss ich in der Uni präsent sein?

Am besten rechnet ihr euch mal aus, wie viel Zeit ihr von eurer Haustür bis in die Uni braucht. Das Ganze rechnet ihr dann auf einen Monat hoch und stellt es den Kosten, die monatlich für ein WG-Zimmer oder eine Wohnung anfallen würden gegenüber. Am Ende müsst ihr dann selbst entscheiden was euch wichtiger ist. Bedenke auf jeden Fall, dass es viel einfacher ist neue Leute kennenzulernen und Uni-Kontakte zu pflegen, wenn du vor Ort bist (du bist einfach spontaner). Auf der anderen Seite kann Pendeln eine echte Geldersparniss sein, zumal aktuell unter Corona-Bedingungen viele Vorlesungen sowieso noch online stattfinden. Wichtig ist: Am Ende entscheidest du selbst, hör einfach auf dein Bauchgefühl!